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Konzertberichte
10.11.2006 - Marabu Gelterkinden
So ist das eben mit Schweizer Bands in der Schweiz. Alles ist kleiner, die Konzertlokale,
die Orte, in denen gespielt wird und auch der Rummel um die Bands ist nicht so gross wie anderswo auf der Welt.
So konnte ich die Ochsners auch schon vor dem Konzert sehen, auf meinem Weg nach Hause von
der Arbeit, wie sie zusammen in einer kleinen Pizzeria um die Ecke noch ein "Znacht" nahmen.
Eine gute Stunde später waren sie dann auch schon auf der Bühne im gewohnten Stil, mit der gewohnten
Vielfältigkeit und Fröhlichkeit. Ob sie nun am Gurtenfestival vor tausenden von Menschen oder im Marabu in
Gelterkinden spielen macht da nicht viel unterschied.
So hatten sie auch dieses Mal die Cellisting Katrin Bögli mit auf der Bühne, jedoch im Vergleich zum
Konzert im Volkshaus Basel ohne den Tubaspieler beim "Blues". Trotzdem war die Stimmung gut, die Musik
groovte und wurde zuweilen mit einer solchen Inbrunst gespielt, dass sogar der Hammond- und Rhodes-Aufbau
umkippte (und dann notgedrungen im umgekippten Zustand weitergespielt wurde).
Es war also alles in allem ein solides Patent Ochsner-Konzert, mit einer Huber-erzählt-eine-Geschichte-Einlage,
einer schönen neuinstrumentierten Version von "Vater" (mit Cello und Orgel), mehreren gelungenen Intros zu Songs
wie zum Beispiel mit Alphorn und 5-Liberschwingen oder einem Arvo-Pärt-ähnlichem Cello-Solo.
13.08.2005 - St. Margarethen Basel
Nach den jungen und frischen Fryburgern von Gustav war das Publikum schon sehr angewärmt, trotz
Eiskunstbahn Margarethen. Als Patent Ochsner dann auf die Bühne kam, war der Applaus dann auch
entsprechend laut. Kein Wunder. Es war doch eine sehr lange Durststrecke, in der die Fans auf neue
Auftritte warten mussten. Obwohl sie schon vorher an Festivals überall in der Schweiz aufgetreten waren,
war es doch das erste reguläre Konzert seit langem. Sehr schön natürlich, dass es ausgerechnet in Basel
war.
So wurde also das Konzert begonnen, neu mit einem Trompeter und einer Cellistin. Mit der Cellistin konnten
einige Gmües-Songs - neu für Konzerte - Albumgemäss wiedergegeben werden, so z.B. "Ludmilla" und "9-10-
100-4". Aber die Songs wurden frei und mit viel Liebe zum Deteil gespielt und teils neuinterpretiert, mit
ausgedehnten Saxophon- und Trompetensoli, schon fast in den Jazz übergehend. "I ha letscht Nacht e' Troum
gha" wurde gar einem Jungen gewidmet, der an einem Konzert vor sieben Jahren gezeugt worden sein soll.
Gegen Ende folgte dann Höhepunkt auf Höhepunkt. Natürlich mit "W. Nuss vo Bümpliz", die erste Strophe von
den Fans gesungen (Basler singen Perfektes Berndeutsch), "Scharlachrot" mit (Scharlach)rotlicht gefluteter
Bühne, "BluetbadBullshitLäärloufMagerquark" und - als x-te Zugabe - der "Tscharnimarsch" mit Tröten als
Begleitung. Danach wurde der Band der verdiente Feierabend gewährt.
Die Band wirkte sehr motiviert, verspielt und genoss es sichtlich, wieder auf der Bühne zu stehen.
Von den neuen Songs wurden nur sehr wenig gespielt, man darf aber auf das neue Album gespannt sein.
Das Publikum in Basel mochten sie aber auf jeden Fall zu überzeugen.
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